Die besten basenbildenden Lebensmittel um deine Balance zu halten!

Die besten basenbildenden Lebensmittel um deine Balance zu halten!



Was tun bei Verdauungsbeschwerden? Wir zeigen dir, wir du deinen Säure-Basen-Haushalt mit der richtigen Ernährung wieder in Balance bringst.

 Schon beim Kauen beginnt die Verdauung. Die Zähne zerkleinern die Nahrung, der Speichel sorgt dafür, dass bereits die Umwandlung von Kohlenhydraten beginnt. In Magen und Darm werden die Nahrungsbestandteile weiterverdaut – verschiedene Nährstoffe werden abgebaut und in Energie umgewandelt. Die Nährstoffe gelangen ins Blut, der unverdauliche Abfall wird ausgeschieden. Da der Körper für die verschiedenen Stoffwechselvorgänge alle wichtigen Nährstoffe benötigt – Eiweiß, Vitamine, Mineralstoffe, Kohlenhydrate und Fett – ist es wichtig, sich ausgewogen zu ernähren, sodass eine gesunde Darmtätigkeit gewährleistet werden kann. Auch Ballaststoffe sind dafür wichtig, in der Regel circa 30 Gramm pro Tag. Doch was passiert, wenn durch falsche Ernährung der Verdauungsvorgang erschwert wird?Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Schlafstörungen, Krämpfe, Völlegefühl, Müdigkeit oder sogar Übelkeit? Es gibt verschiedene Symptome für eine träge Verdauung und auch die verschiedensten Ursachen. Sowohl Stress als auch eine ungesunde Ernährung, mangelnde Bewegung und zu wenig Wasseraufnahme, ein Säure-Basen-Ungleichgewicht, eine akute Krankheit oder auch Medikamente und Genussgifte (Alkohol, Tabak) können Verdauungsbeschwerden verursachen. Verstopfungen zählen zu den häufigsten Beschwerden in den Industrieländern. In den DACH-Ländern leiden zwei Drittel aller Frauen unter Verdauungsstörungen. Vielleicht bist Du ja eine davon? Höchste Zeit dies zu ändern. Zum Glück gibt es in vielen Fällen effektive Lösungen.

Der Säure-Basen-Haushalt und seine Säurebildner

Die meisten Menschen mögen es unkompliziert. Daher greifen bei Verdauungsproblemen viele Frauen zu Abführmitteln. Diese können kurzfristig sehr effektiv sein, jedoch sind sie langfristig nicht empfehlenswert: sie entziehen dem Körper zum einen Wasser, zum anderen schwächt ihre Wirkung ab je häufiger man sie einnimmt, da der Körper sich schnell an diese Mittel gewöhnt. Natürliche Hausmittel sind daher bei Verdauungsbeschwerden in den meisten Fällen vorzuziehen. Und diese findet man nicht nur in Exoten, sondern auch in regionalen Lebensmitteln.

Ein anderer Aspekt, der zu einer gesunden Verdauung gehört, ist eine ausgeglichene Balance aus Säuren und Basen. Oft ernähren wir uns viel zu sauer, was zu einem Ungleichgewicht und damit auch zu Störungen im Verdauungsapparat führt.

Wenn der Körper übersäuert ist, das heißt zu viele Säurebildner aufgenommen hat, muss der Säure-Basen-Haushalt wieder in Balance gebracht werden. Hier können sogenannte Basenbildner helfen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, die tägliche Ernährung zu etwa 80 Prozent aus Basenbildnern und zu 20 Prozent aus Säurebildnern zusammenzustellen. Dabei zählen Fleisch- und Milchprodukte aber auch Süß- und Teigwaren, Kaffee, Alkohol und Konservierungsmittel zu den stärksten Säurebildnern. Während einer Detox-Kur oder Darmreinigung, wo es darum geht, Schadstoffe und überschüssige Säuren wieder loszuwerden, wird deswegen empfohlen, auf Kaffee, Fertigprodukte und Fleisch (vor allem rotes Fleisch) zu verzichten. Diese Lebensmittel enthalten auch oft viel Zucker und Fett und belasten neben der Übersäuerung auch den Darm und die Leber. Mehr Infos und Tipps rund um das Thema Detox-Kur findest du beispielsweise auf goodme.de.

Die besten basischen und verdauungsfördernden Lebensmittel

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Nun zu den Basenbildnern. Du hast sie alle bestimmt schon mal gegessen, zumindest davon gehört. Um den Säure-Basen-Haushalt wieder ins Gleichgewicht zu bringen, können folgende Basenbildner helfen:

Wasser ist das A und O für das Abbauen von Säuren. Empfohlen werden zwei bis drei Liter pro Tag. Wer stilles Wasser langweilig findet, kann dies gern durch selbstgemachte grüne Smoothies oder ungesüßten Kräutertee ersetzen. Achtung – auch schwarzer Tee wirkt säurebildend.

Obst und Gemüse enthalten viel Wasser und stecken voller Vitamine, sekundärer Pflanzenstoffe, Antioxidantien und Mineralstoffe, darunter Kalium, Zink, Eisen, Silizium und Mangan. Antioxidantien, wie etwa Vitamin C, unterstützen den Körper und schützen die Zellen. Basenbildende Obstsorten sind zum Beispiel Äpfel, Beeren, Bananen, Feigen, Papaya, Pflaumen und Nektarinen. Auch Zitronen und Kiwis gehören zu den Basenbildnern. Säurebildner schmecken jedoch nicht zwangsläufig sauer. Basische Gemüsesorten und Hülsenfrüchte sind Kohlsorten, Pilze, Algen wie Chlorella und Spirulina, Spargel, Spinat, Brokkoli, Erbsen, Fenchel, Kartoffeln, Avocados und Zwiebeln. Spirulina besteht zu über 50 Prozent aus Protein und enthält viele essentielle Aminosäuren, die wichtig für die gesunde Verdauung sind. Darüber hinaus soll laut zentrum-der-gesundheit.de Spirulina vor Viren schützen.

Auch Kräuter und Salate wie Petersilie, Bärlauch, Basilikum, Brennnessel, Löwenzahnblätter, Rucola und Meerrettich sind basisch. Sie sind gute Kaliumlieferanten und enthalten viel Magnesium, Eisen, sekundäre Pflanzenstoffe und Chlorophyll. All diese Vital- und Mineralstoffe können den Körper bei einer Entgiftung unterstützen. Dazu sollen sie entzündungshemmend wirken.

Es gibt auch basenbildende Nüsse und Samen. Diese enthalten ungesättigte Fettsäuren. Fett ermöglicht es, dass bestimmte Nährstoffe vom Körper besser aufgenommen und verwertet werden können. Haselnüsse sind basisch, viele andere Nüsse zählen zu den Säurebildnern.

Grundsätzlich ist es wichtig, gute Säurebildner und schlechte Säurebildner zu unterscheiden. Die schlechten Säurebildner – Zucker, Alkohol, Kaffee, Eier, Fleisch, Fisch, Milchprodukte, Essig, Fertigprodukte mit Geschmacksverstärkern und Konservierungsmitteln – haben einen direkt negativen Einfluss auf den Säure-Basen-Haushalt und die Darmgesundheit. Die guten Säurebildner jedoch können zwar säurebildend wirken, sie sind aber gesund und wichtig für eine gesunde Darmflora. Sie sollten daher auf keinen Fall von der Essensliste gestrichen werden. Dazu zählen ballaststoffreiche Lebensmittel, wie etwa Getreideprodukte (Dinkel, Bulgur, Couscous) und Pseudo-Getreide (Amaranth, Quinoa), Vollkornreis und Hülsenfrüchte (Linsen, Bohnen, Kichererbsen).

Übrigens, nicht nur Ernährung, auch emotionaler Stress kann unseren Körper übersäuern. Nimm dir daher immer wieder mal bewusst eine Auszeit von dem ganzen Stress auf der Arbeit, in der Beziehung, mit Familie und Freunden und geh raus an die frische Luft. Bewegung und Meditation hilft dir, deine innere Balance zu finden und auch zu bewahren.

Wie bereits erwähnt, kann auch ein zu viel an Zucker zur Übersäuerung führen. In unserem Artikel über zuckerfreie Ernährung zeigen wir dir, wie du vom süßen Süchtigmacher loskommst!