Tipps für junge Mütter: Beihilfen und Förderungen

Tipps für junge Mütter: Beihilfen und Förderungen



Die finanzielle Lage und unvorhersehbare Ereignisse stellen junge Mütter tagtäglich vor eine große Herausforderung. Manchmal reicht das Geld nicht bis zum Monatsende, manchmal ist ein Platz im Kindergarten zu teuer und manchmal geht eine Beziehung in die Brüche. Wir haben uns schlau gemacht und einige Tipps rund um das Leben einer jungen Mama gesammelt. 

Bevor wir uns auf Beihilfen, Förderungen und Tipps stürzen, möchten wir dich noch im Sinne deiner Gesundheit auf die Themen Eisenmangel und Brustkrebsvorsorge aufmerksam machen.

 

Beihilfen & Förderungen

Wochengeld

Tipps für junge Mütter

Als Ersatz für dein sonstiges Einkommen erhältst du während der letzten 8 Wochen vor der voraussichtlichen Entbindung, für den Tag der Entbindung und die ersten 8 Wochen nach der Entbindung das Wochengeld. Während diesem Zeitraum gilt absolutes Beschäftigungsverbot. Sollte die Geburt vor dem errechneten Termin stattfinden, verlängert sich das Wochengeld im Nachhinein um die Zeit, um welches das Baby zu früh auf die Welt gekommen ist. In Summe hast du Anspruch auf mindestens 16 Wochen finanzielle Unterstützung im Rahmen des Wochengeldes.

In besonderen Fällen kann es außerdem zu einem individuellen Beschäftigungsverbot kommen, während welchem du auch Anspruch auf das Wochengeld hast. Dies ist der Fall, wenn eine besondere Schonung für Mutter und Kind nötig ist und die Berufstätigkeit untersagt werden muss. Bei Frühgeburten, Mehrlingsgeburten und Kaiserschnittentbindungen steht dir das Wochengeld mindestens 12 Wochen bis nach der Geburt zu. Berechnet wird das Wochengeld auf der Basis deines durchschnittlichen Nettoverdiensts der letzten drei Monate vor dem Beginn der Schutzfrist. Du musst das Wochengeld zu Beginn des Beschäftigungsverbots bei der Gebietskrankenkasse beantragen.

Für werdende Mütter, ohne Job, gibt es eine Einkommensersatzleistung. Hier erfährst du alles über das Wochengeld für Arbeitslose. Am besten ist es allerdings, wenn du ganz einfach persönlich beim AMS nachfragst.

 

Familienbeihilfe

Tipps für junge Mütter

Die Familienbeihilfe ist die wohl bekannteste finanzielle Unterstützung des Staates und gilt für Kinder bis zum 18. Lebensjahr. Wenn sich das Kind danach noch in einer Ausbildung befindet, verlängert sich die Anspruchsdauer bis zum 24. Geburtstag. Eine Besonderheit herrscht außerdem noch durch den Präsenz-, Ausbildungs-, oder Zivildienst: Durch sie kann die Bezugsdauer bis zum vollendeten 25. Lebensjahr ausgeweitet werden.

Der Grundbetrag für ein Kind, ab dem Monat der Geburt beträgt 111,80€/Monat. Ab dem Monat, in dem das Kind 3 wird, beläuft sich der Betrag auf 119,60€/Monat und ab dem Monat, in dem das Kind 10 wird, auf 138,80€/Monat. Ab dem vollendeten 19. Lebensjahr erhältst du für dein Kind 162€/Monat Familienbeihilfe. Im Falle einer erheblichen Behinderung des Kindes erhöht sich die Beihilfe um 152,90€/Monat. Die Familienbeihilfe wird monatlich ausbezahlt und bei der Geburt des Kindes ohne Antragstellung gewährt. 

 

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Kinderbetreuungsgeld & Beihilfe zum Kinderbetreuungsgeld

Tipps für junge Mütter

Nach Ablauf des bereits erläuterten Wochengelds, hat ein Elternteil Anspruch auf Kinderbetreuungsgeld. Dieses kann in 5 Pauschalvarianten ausbezahlt werden, du musst dich bei der Antragstellung für eine entscheiden. Je nach Variante werden dir zwischen 14€ – 66€ pro Tag ausbezahlt. Allerdings gelten die momentanen Informationen nur für Geburten bis zum 28. Februar 2017. Danach wird es neue Regelungen geben.

Für alleinerziehende Mamas und Papas gibt es außerdem noch die Möglichkeit einer Beihilfe zum Kinderbetreuungsgeld. Diese kann maximal 12 Monate lange bezogen werden und beträgt 6,06€ täglich bzw. 181,80€/Monat.

 

AMS-Kinderbetreuungsbeihilfe

Tipps für junge Mütter

Du möchtest eine Arbeit aufnehmen, musst zurück in den Job, um deine Stelle zu behalten oder hast die Chance auf eine Aus- oder Weiterbildung? Dann kann dir die AMS-Kinderbetreuungsbeihilfe unter die Arme greifen. Im Rahmen dieser finanziellen Unterstützung werden die Betreuungskosten (für Krippen, Kindergärten, Horte, Tagesmütter und -väter) von Kindern bis zum 15. Lebensjahr gefördert. Die Voraussetzung dafür: Dein monatliches Bruttoeinkommen darf die Grenze von 2300€/Monat nicht überschreiten. Die Beihilfe kann, je nach Einkommen und Betreuungskosten, bis zu 300€/Monat betragen.

 

Familienhärteausgleich

Tipps für junge Mütter

Schicksalsschläge passieren. Nicht selten werden junge Familien durch den Tod eines Partners, Krankheit, Behinderung oder Zerstörung des Hausrats durch ein Naturereignis in einen finanziellen Engpass getrieben. Für diese Notfälle gibt es den Familienhärteausgleich. Du kannst von dieser Förderung Gebrauch machen, wenn die Notlage unverschuldet entstanden ist und der Schaden nicht von der Versicherung gedeckt wird. Da es hier natürlich um die individuelle Lage geht, lässt sich der Ausgleich schwer pauschalisieren. Das Ansuchen stellst du beim Bundesministerium für Familie und Jugend.

 

Wir hoffen, wir konnten etwas Licht in das Mysterium der Förderungen und Beihilfen bringen. Manchmal braucht eben auch die stärkste Mama etwas Hilfe.